Archive für Dezember 2009

WMI und Windows-XP-Firewall

Beim Versuch, mittels WMI Daten aus einem Windows-XP-System mit aktivierter Firewall und Service Pack 3 auszulesen, hatten wir keinen Erfolg, obwohl die angegebenen Ports freigegeben waren.

  • WMI benötigt zusätzlich noch den Remote-Admin-Dienst. Dieser lässt sich in der Firewall über den Befehl “netsh firewall set service RemoteAdmin enable” freischalten.

UUIDs unter Linux auslesen

Nach dem Boot eines Linux-Systems von einer Ubuntu-Live-CD hat die Distribution die UUID der Swap-Partition in der /etc/fstab geändert. Deswegen stand sie später, beim “normalen” Systemstart von der Festplatte nicht mehr zur Verfügung.

  • In diesem Fall ergibt es Sinn, die korrekte UUID der Swap-Partition mit Hilfe des Befehls “blkid –c /dev/null” auszulesen und wieder in die Datei /etc/fstab einzutragen.

ext3- in ext4-Partition umwandeln

Da wir letztens einige Systeme auf Fedora 11 beziehungsweise 12 und Ubuntu 9.10 aktualisiert haben, stellte sich die Frage, wie sich ext-3-Partitionen ohne neues Formatieren in ext4-Partitionen umwandeln lassen.

  • Zunächst einmal ist sicher zu stellen, dass das System auch von ext4-Partitionen booten kann. Grub kann das üblicherweise nicht oder ist bei bereits installierten Systemen in einer Version vorhanden, die diesen Schritt nicht beherrscht. Deswegen sollten Anwender, die keine separate /boot-Partition haben, vor der Aktualisierung des Dateisystems erst einmal mit den Bordmitteln ihrer Distribution grub2 installieren. Ist eine separate /boot-Partition vorhanden, so wird es in den meisten Fällen am einfachsten sein, für diese das ext3-Filesystem beizubehalten.
    Sobald das Problem des Systemstarts geklärt ist, ergibt es Sinn, sich mit dem Befehl “fdisk -l” die Partitionstabelle des jeweiligen Systems anzusehen und sich die Partitionen zu notieren, die umgewandelt werden sollen. So ist es beispielsweise denkbar, dass auf einem Rechner eine Festplatte /dev/sda existiert, die folgendermaßen partitioniert wurde:
    /dev/sda1 als /boot-Verzeichnis,
    /dev/sda2 als Swap-Partition und
    /dev/sda3 als /-Verzeichnis.
    In diesem Fall käme die Partition /dev/sda3 für die Umwandlung in Frage.
    Im nächsten Schritt folgt ein Systemstart des Rechners über eine Linux-Boot-CD, die den Umgang mit dem ext4-Dateisystem beherrscht, zum Beispiel die Live-CD von Ubuntu 9.10. Wenn der Rechner hochgefahren ist, wandelt der Befehl
    tune2fs –O extents,uninit_bg,dir_index /dev/sda3
    die Partition in das ext4-Format um. Danach ist es noch erforderlich, den Dateisystemcheck über die eben modifizierte Partition laufen zu lassen:
    e2fsck –fpDC0 /dev/sda3
    Damit ist die Modifikation abgeschlossen. Jetzt müssen wir dem Linux-System nur noch klarmachen, wie es mit der ext4-Partition arbeiten soll. Dazu binden wir sie zunächst mal in das Dateisystem der Live-CD ein
    mount /dev/sda3 /mnt
    und rufen dann die Datei /etc/fstab mit einem Editor auf. Dann suchen wir in dieser Datei die Zeile mit dem Eintrag zu /dev/sda3 und ändern dort die Angabe zum Dateityp von “ext3″ in “ext4″. Wenn eine separate Boot-Partition existiert, ist die Arbeit damit beendet, existiert keine, so müssen die Verantwortlichen nun noch grub neu einspielen, und zwar mit dem Befehl
    grub-install –root-directory=/mnt /dev/sda

OpenBSD-Update bleibt hängen

Beim Versuch, die installierten Binärpakete von OpenBSD mit Hilfe des Befehls “pkg_add –ui –F update –F updatedepends” auf den aktuellen Stand zu bringen, gab das System folgende Meldung aus: “Not updating .libs{-Name der Bibliothek}, remember to clean it”. Aufgrund dieser “hängengebliebenen” Bibliotheken bleibt später manchmal der ganze Updatevorgang stehen, da Probleme mit den Abhängigkeiten auftreten.

  • Eigentlich sollte “pkg_add” die Abhängigkeiten verwalten und deswegen beim Update auch die älteren Versionen installierter Programme entfernen. Bei den Libraries macht das Tool das aber nicht, da es sein kann, dass auf dem System selbstkompilierte Programme existieren, die auf die alten Library-Versionen angewiesen sind. Wurde selbst nichts kompiliert, so lassen sich die alten Libraries mit Hilfe des Befehls “pkg_delete /var/db/pkg/.libs*” komplett entfernen. Werden von den Bibliotheken noch welche benötigt, so reicht es in den meisten Fällen auch aus, nur die zu entfernen, die beim Update Ärger machen.

ASP.NET 2.0 in der 64-Bit-Version betreiben

Um auf einem 64-Bit-Windows-System sicher zu stellen, dass auch ASP.NET 2.0 in der 64-Bit-Version ausgeführt wird, sind etliche Schritte erforderlich.

  • Zunächst deaktiviert folgender Befehl auf der Kommandozeile den 32-Bit-Modus:
    cscript %SYSTEMDRIVE%\inetpub\adminscripts\adsutil.vbs SET W3SVC/AppPools/Enable32bitAppOnWin64 0
    Die Installation von ASP.NET läuft dann über
    %SYSTEMROOT%\Microsoft.NET\Framework64\v2.0.{Gerade aktuelle ASP.NET-Version}\aspnet_regiis.exe -i
    Jetzt muss noch der Status von ASP.NET im Internetinformationsdienstemanager bei den “Webdiensterweiterungen” des aktuellen Serverknotens auf “Zugelassen“ gesetzt werden, danach ist ASP.NET einsatzbereit.

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